8. März 2013

Vollkommene Schönheit

Auf dem Land kann man tierische Überraschungen erleben. So wunderte ich mich vorhin, warum die Nachbarn in meinen Garten staunten, als wäre dort irgend ein Wunder versteckt. Tatsächlich spazierte da genüsslich einer der schönsten Vögel der Welt: ein Blauer Pfau. Von wegen, Pfauen könnten nicht weit und hoch fliegen - dieser hatte sogar Nachbars Scheune überwunden! Und er war gefährlich nahe daran, in Richtung Straße auszubüchsen.


Wie fängt man einen Pfau ein? Ziemlich groß, so ein Vogel, vor allem das Männchen mit seiner langen empfindlichen Schleppe. Aggressiv wie ein Truthahn war er nicht, dafür überaus neugierig, aufgeweckt und ängstlich wegen der neuen Umgebung. Sein Weibchen fehlte ihm, er peilte immer wieder die ungefähre Richtung an, wo er sie zurückgelassen hatte.


Sage mal keiner, Smartphones seien zu nichts nütze: Sohnemann holte Papa herbei, der trieb den Pfau in eine Ecke und griff beherzt und fachmännisch zu. Die ganze Pracht im Arm und schnell ins Auto damit. So durfte der Pfau auch mal Limousine fahren. Die Federn, die das Männchen beim Einfangen leider gelassen hat, durfte ich behalten - ein Andenken, so nahe an der vollkommen Schönheit gewesen zu sein, ein Schwelgen in Farben.



Kommentare:

Daniela Skrzypczak hat gesagt…

Die Momente des Lebens oder wie prachtvoll ein Pfau sein kann ... gut das es die Smartphones gibt. Klasse!
LG Daniela

PvC hat gesagt…

Ich denke, Papa wäre auch per normalem Handy schnell von der Arbeit weggesaust, so aber konnte Sohnemann gleich das Foto schicken als Beweismittel für den Ernst der Lage ;-)
LG Petra

Nikola Hotel hat gesagt…

Nicht jeder Besucher lässt so schöne Geschenke zurück. Was für ein Glück.:)
Interessant, dass Dein Nachbar so exotisches Federvieh besitzt. Mein Opa hatte früher im (sehr großen) Garten mit Teichanlage einen ganzen Schwarm Flamingos. Er liebte sie heiß und innig, hegte und pflegte sie. Nur die Nachbarn beschwerten sich immer über das Geschnatter.

Liebe Grüße
Nikola

PvC hat gesagt…

Liebe Nikola,
hier auf dem Land würde man wohl eher den Nachbarn, der sich beschwert, kaltstellen ;-)
Pfauen sieht man im Elsass öfter mal, sie brauchen allerdings auch sehr viel Auslauf und vor allem freie Flächen, sind eigentlich ideal für Schlossparks. Ich habe aber auch Dutzende von Hühnern, Ziegen, Schafe, ein Schwein, Truthähne, Frösche, Gänse, Enten ... hab ich noch was vergessen? ... in der Nachbarschaft. Ich höre das gar nicht mehr, kann aber in der Stadt nicht einschlafen, weil mir das fehlt ;-)

Liebe Grüße, Petra

Sabine Osman hat gesagt…

Ein paar Federn sind ein geringer Preis für eine Lebensrettungs-Aktion. ;)

Schöööön sind sie. :)